„zitate & fakten“

Klare Taktik. Um Senioren als Käufer zu erreichen, muss man denken wie ein Senior. Um zu denken wie ein Senior, muss man sich fühlen wie ein Senior.

am 12.07.2003 / in zitate & fakten

Nachdem Theodor Siepert zum ersten Mal in den „Age Explorer”, den „Alters-Erforscher”, geschlüpft war, konnte er seinen Vater besser verstehen. „Ich habe mich gefühlt wie ein sehr alter Mann, der mit dem Stock über eine Straße geht.” Von Gehilfen war der 55-jährige Sprecher des Miele-Konzerns bislang weit entfernt. Doch für sein Unternehmen altere er freiwillig, um 20 Jahre. Zum plötzlichen körperlichen Verfall verhalf ihm eine Art Taucheranzug, konzipiert von der Unternehmensberatung Meyer & Hentschel. Der Anzug ist mit Gewichten beschwert (gleich Reduktion der Muskelmasse), die Gelenke sind versteift (Gicht, Arthritis), ein Helm schränkt das Sichtfeld ein (nachlassende Sehkraft). Wer im „Age-Explorer” steckt, begreift – im Wortsinn – , wie ein Greis die Welt erlebt.

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Dämmt die Hygiene ein, ihr könntet krank werden.

am 11.07.2003 / in zitate & fakten

Täglich verbringen die Bundesbürger durchschnittlich 34,9 Minuten im Badezimmer. Das reicht mitunter, um die Gesundheit zu gefährden. Denn der feuchte Raum ist eine ideale Brutstätte für Schimmelpilze. Ihr Sporen und Gifte können Allergien, Lungenentzündungen und andere schwere Krankheiten auslösen.

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Zu wenig wissenschatlicher Nachwuchs aus Deutschland führt zu zahlreichen offenen Stellen.

am 10.07.2003 / in zitate & fakten

Die Chancen für eine Karriere bei europäischen Weltraumprojekten oder in internationalen Regierungsorganisationen sehen gut aus. „Denn Deutsche sind in diesen Organisationen bislang unverhältnismäßig wenig vertreten”, sagt Peter Woeste, stellvertretender Koordinator für internationale Personalpolitik beim Auswertigen Amt.
In der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa sei mit 41 deutschen Mitarbeiter die Nation schlichtweg unterrepräsentiert. Damit kämen auch die deutschen Interessen zu kurz. Eigentlich sei eine Präsenz von 60 bis 94 Mitarbeitern aus Deutschland wünschenswert.
Bei der ESA sei die Situation ganz dramatisch, erklärt Frank Danesy, Personalleiter in der deutschen Niederlassung der ESA, dem europäischen Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt. Mehr als 100 Mitarbeiter mit deutschem Pass fehlten in den Bereichen E-Technik, Maschinenbau, Physik, Informatik, Flugzeugbau oder Mathematik.

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Bei der Box-WM in Bangkok stehen auch schon mal drei Sportler im Ring.

am 09.07.2003 / in zitate & fakten

Soeben hatte ein Offizieller des Amateur-Box-Weltverbandes Aiba Kubas Superschwergewichtler Pedro Carrion vorschriftsmäßig in Ring A klettern lassen. Doch dort angekommen, stellte der Mann von der Karibikinsel fest, dass bereits seine Kollegen aus Rumänien und der Türkei auf den Gong zur ersten Runde ihres Kampfes warteten. Um eine Massenschlägerei zu vermeiden, wurde Carrion wieder aus dem Geviert genommen und durfte nach einer reichlichen halben Stunde im anderen der beiden in der Arena aufgebauten Ringe sein Glück versuchen.
Was nach einer lustigen Episode von einem Dorffest klingt, ist bei der zwölften Box-WM bittere Realität. „Das Wort Chaos ist für das, was sich abspielt, noch eine freundliche Umschreibung. Das lief 1993 beim Weltcup an gleicher Stelle viel besser”, sagt Helmut Ranze.

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Moslems werben für ihre Religion.

am 08.07.2003 / in zitate & fakten

Sie sehen sich als Repräsentanten eines friedlichen Islam – und wollen das die Dresdner wissen lassen. Der Religionswissenschaftler Abdul Basit Tariq versuchte gestern an einem Informationsstand auf der Prager Straße, die Passanten aufzuklären: „Liebe für alle, Hass für keinen”, heißt das Motto, das über den Gratis-Broschüren prangt.
„Der Islam ist keine kriegerische Religion”, müht sich Tariq, Vorurteile abzubauen. Der Geistliche ist Repräsentant der Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Berlin und vertritt als Religionsvorsitzender auch die Belange von rund 100 Dresdner Moslems. „Wir sind eine Reformgemeinde”, sagt der aus Pakistan stammende Tariq, der deutscher Staatsbürger ist. Diese Strömung des Islam wird in seinem Herkunftsland weger der liberalen Ausrichtung unterdrückt.

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Verdächtig an Stasi-Methoden erinnernde Befugnisse sollen Gesetz werden.

am 07.07.2003 / in zitate & fakten

Eine Mehrheit der Bundesländer will künftig Hausverwalter, Schlüsseldienste oder Schornsteinfeger als Amtshelfer beim großen Lauschangriff einsetzen, um Gespräche in Privatwohnungen leichter abhören zu können.
Die Landesjustizministerien hätten sich in einer Umfrage mehrheitlich dafür ausgesprochen, dazu eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, sagte gestern ein Sprecher des Bundesjustizministeriums. Das Ministerium bezweifle aber, ob das „Heranziehen Dritter” verfassungsgemäß und notwendig sei. Wie der „Focus” schreibt, könnten mit der neuen Regelung Stadtwerke zum Beispiel den Strom für Alarmanlagen zeitweise ausschalten, damit Spezialisten ungestört in einer Wohung Wanzen installieren können. Bisher müssten sich Beamten komplizierte Legenden ausdenken.

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Mit Verspätung und besoffen zum Gerichtstermin.

am 05.07.2003 / in zitate & fakten

Doch Louis macht keinen sehr klaren Eindruck. Es dauert nicht lange, da fragt Staatsanwältin Elke Borkowski besorgt, ob der junge Mann der Verhandlung überhaupt folgen könne: „Wie viele Biere haben Sie denn heute schon getrunken?”, will sie wissen. „Heute noch gar keins, aber gestern zehn halbe Liter”, antwortet der Angeklagte. Zuvor hatte er allerdings gesagt, er würde nur gelegentlich trinken. Borkowski zweifelt: „Sie scheinen das doch häufiger zu tun.” Bmerkungen über dessen starke Bierfahne folgen.
Louis M. zögert, dann sagt er mühsam, er wechsele gerade seinen Wohnsitz: „Da feiere ich erst, dass ich umziehe, und dann, dass ich umgezogen bin.” Etwa 30 Schüler im Saal, die bis jetzt Geduld bewiesen hatten, müssen laut loslachen.

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Die europäischen Nachbarn wundern sich über das deutsche Müllsystem.

am 04.07.2003 / in zitate & fakten

Auch die Briten zahlen keinen Pfand auf Dosen. Auf der Insel wandert meist alles in den normalen Hausmüll, sogar Batterien. Die deutsche „Sortierwut” wird in Zeitungen des öfteren satirisch kommentiert. Der Manager Gordon Anderson aus London sagte kürzlich: „In Deutschland weiß man morgens immer gleich, welcher Wochentag es ist – man muss nur aus dem Fenster schauen: Montags ist Gelber-Tonnen-Tag, dienstags brauner…”

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Och, Rauchen hab ich mir abgewöhnt, aber das mit dem Bier muss ja nicht sein.

am 03.07.2003 / in zitate & fakten

Viele Biertrinker in Deutschland müssen für ihre Lieblingsmarke in diesem Jahr mehr Geld auf den Tisch legen. Nach einer Reihe von Brauriesen gab gestern auch die zweitgrößte Brauereigruppe innerhalb Deutschlands, die Tochter der belgischen Interbrew-Konzerns, eine Bierpreiserhöhung bekannt.

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Es gibt doch noch etwas, wo Dresden im Vorderfeld liegt.

am 02.07.2003 / in zitate & fakten

Die Dresdner zählen bundesweit zu den „Surf-Meistern”. Derzeit sind 59 Prozent aller Bewohner der Landeshauptstadt ab 14 Jahre online, wie aus einer Studie des Meinungsinstituts TNS Emnid hervorgeht. Damit lag die Landeshauptstadt im deutschen Vergleich auf Platz zwei. In Frankfurt/Main sind die Menschen mit einer Internet-Nutzung von 61 Prozent am häufigsten im Netz, hinter den Dresdnern rangiert Stuttgart mit 58 Prozent auf Platz drei.

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