nach oben fallender schnee

das un hauptquartier soll grundlegend saniert werden. neben hoher asbestverseuchung ist u.a. auch schlechte dämmung ein grund der renovierung.

derzeit gehen tag für tag 25 bis 30 prozent der energie für heizung oder kühlung ungenutzt zum fenster hinaus – mit interessanten physikalischen erscheinungen. wenn in new york schnee fällt, steigen um das un-gebäude herum die flocken nach oben – die aus dem haus dringende wärme treibt sie in die höhe.

dj show

mc lowqui auf die frage, was das schlimmste sei, was ein dj machen kann:

beim auflegen ein goldenes, hautenges lackkostüm anzuhaben und beim tanzen vollkommen aus dem rhythmus sein. aus versehen während dem set den mixer ausschalten und glauben, dass die anlage an sei obwohl es lediglich die monitorboxen sind. zusätzlich dazu auf die plattenspieler kotzen und die platte anschließend in die menge werfen um dann mit dem mixen weiter zu machen … nicht lachen! hab ich so erlebt!

(aus resident mag #6)

hundert tote pro tag

an einem „normalen“ tag werden im großraum bagdad etwa 100 menschen getötet. die meisten von ihnen werden opfer der sunnitischen terroristen und schiitischen todesschwadronen, die männer, frauen und kinder ermorden, nur weil sie der jeweils anderen glaubensgemeinschaft angehören. viele iraker besitzen deshalb inzwischen zwei personalausweise. schiiten besorgen sich gefälschte dokumente mit namen, die sunnitisch klingen, und umgekehrt. das soll die überlebenschancen an der nächsten illegalen straßensperre oder bei entführungen erhöhen.

(aus der sz)

der lippenstift index

wirtschaftsforscher erkennen anhand unerwarteten faktoren den istzustand der konjunktur.

wenn mehr jobs entstehen, sinkt […] der konsum von schönheitsprodukten wie lippenstift oder parfum. die mögliche erkärung: ist der eigene arbeitsplatz sicher, legen arbeitnehmer weniger wert auf ein gepflegtes äußeres. […] und alternative indikatoren reagieren erstaunlcih präzise auf die wirtschafstslage, wie auch das beispiel fast food zeigt: haben viele menschen einen heißhunger auf burger, pommes und bratwürste, ist das ein anzeichen für eine ökonomische flaute. denn wer sein geld zusammenhalten will, geht seltener ins restaurant, dafür öfter zum schnellimbiss.

(via chrismon magazin)

anatomie eines sommerhits

so beginnt „crazy“ im tragisch bitteren c-moll, wechselt dann in die paralleltonart des hoffnungsfrohen es-dur, um die spannung schließlich triumphierend mit einem g-septakkord als dominante aufzulösen. von dort fällt der song wieder zurück ins c-moll, wobei ein zwischenteil in der zweiten paralleltonart as-dur einen moment der verheißung erzeugt, dessen auflösung im septakkord in g noch triumphaler klingt.

(adrian kreye erklärt in der sz, warum der sommerhit „crazy“ von gnarls barkley so gut funktioniert)