auszeichnungen für den überwachungsstaat
am 24.10.2003 / in linktippsder award für datenkranke wird heute vom foebud verliehen.
der award für datenkranke wird heute vom foebud verliehen.
gestern eine der amüsantesten reportagen ever gesehen: absolute warhola. unter dem vorwand andy warhols wurzeln zu untersuchen, erhält der zuschauer einen einblick in das arme aber größtenteils fröhliche leben der neckischen bewohner im slowakischen dreiländereck.
bei „dj” weiß jeder worum es sich handelt, bei „selecta” auch, „djane” für die damen ist ebenfalls in ordnung, aber bei „selectress” musste ich gerade lachen.
zugegeben, frauen mit kopfhörern sehen auch nicht schlecht aus, aber zum headphone fetish reichts für mich nicht.
mein lieblingssatz der heutigen zeitungslektüre – aus einem christina aguilera konzertbericht:
„expressiver gesang und wummernde bässe trugen die mischung aus soul, rock und einzelnen lateinamerikanischen einsprengseln, die trotz mainstream-gerechter produktion noch einen hauch von straßenkultur spüren ließ.”
tampon (-watte) statt taschentuch kann man auch als ohropax ersatz benutzen. nur gelesen, nicht selbst erprobt.
… so die dresdner morgenpost vom 22.09.03 auf dem titelblatt über die „westberlin massive party“ von krasscore. keine frage, dass die stimmung agressiver war als sonst jede rap-party, aber massenschlägerei vor der dresdner scheune mit bis zu 400 leuten – angeblich alles besucher des konzertes, obwohl das gerade auf dem höhepunkt war? die sächsische zeitung im vergleich meldet eine kleine randalae mit etwa 17 personen, ohne direkte beteiligung der party.
boulevardjournalismus ruled eben doch! :(
Hildegard und Peter Hain, die mit ihrem Schmetterlingshaus auf der Landesgartenschau 2002 schon viele Neugierige anlockten, planen ein europaweit einmaliges Insektarium mit multimedialer Schau, Museum und Insektenzoo.
„Wir wollen durch eine Auswahl besonderer, spektakulärer, nützlicher und auch schädlicher Insekten einen Einblick in die faszinierende Welt der Tiere vermitteln”, erklärt Peter Hain. Und denkt beim Stichwort „spektakulär” als erstes an die Gottesanbeterinnen. Das sind räuberische Fangschrecken, die sich bis zur Unkenntlichkeit tarnen und so auf ihre Beute warten. Genauso aussehen wie eine Orchideenblüte oder wie trockenes Laub, ist für sie kein Problem. Auch die Monsterameise ist im Anmarsch auf Großenhain, die mit vier Zentimetern Länge größte und wohl pünktlichste Ameise überhaupt. Sie kommt nur einmal am Tag aus der Erde, aber danach kann man die Uhr stellen.
Neben kulinarischen Spezialwörtern empfiehlt es sich, auch einige zwischenmenschliche Redewendungen zu kennen. Falls der bayerische Nachbar unverblümt fragt, ob er dem „Gschbuusi” (der Freundin) ein „Busserl” (Küsschen) geben darf, ist es ratsam, sich und seine Begleiterin vor unliebsamer Tuchfühlung zu schützen. Wird er nach der Abfuhr etwas ruppig und beschimpft die vorher Heißbegehrte als „schiach” (was so viel wie hässlich bedeutet) oder nennt sie gar „oide Schäsn” (was schwer zu übersetzen, aber eindeutig beleidigend ist), sollte man überlegen, das Feld zu räumen und das „Noagerl” (den Getränkerest im Glas) einfach stehen zu lassen.
Der VW-Konzern hat vor dem höchsten EU-Gericht eine Niederlage erlitten und muss 90 Millionen Euro Strafe wegen verbotener Marktabschottung zahlen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) bestätigte gestern in Luxemburg eine entsprechende erstinstanzliche Entscheidung der EU-Richter. Es ist das höchste Bußgeld, das Brüssel bisher gegen einen Autohersteller durchsetzte.
Der Wolfsburger Autokonzern hatte in den 90er Jahren italienischen Vertragshändlern den Verkauf von VW- und Audi-Modellen an deutsche Kunden verboten. Eine Marktabschottung zur Verhinderung eines „Billig-Einkaufs” im EU-Ausland ist in der Union grundsätzlich nicht gestattet. Solch eine Einkaufstour kann sich durchaus lohnen: Die Vorsteuerpreise klaffen generell bei einigen Modellen um bis zu 40 Prozent auseinander.
Die EU-Kommission sieht sich in ihrem Vorgehen gegen Autohersteller bestätigt, die Preise künstlich hochhalten. Derzeit laufen noch Ermittlungen gegen die französischen Hersteller Renault und den Citroën-Peugeot-Konzern.