Der amerikanische Magier David Blaine testet sich an die Grenzen des Menschenmöglichen.

am 08.09.2003 / in zitate & fakten

Gleich neben der Tower-Brücke am Ufer der Themse in London schwebt US-Magier David Blaine (30) seit dem späten Freitagabend in einer Plexiglas-Box acht Meter über der Erde. Er will 44 Tage ohne Essen in dem zwei Mal zwei Meter großen Kasten ausharren. Etwa 4 000 Schaulustige stellten sich ein, um den Start von Blaines neuestem Stunt mit dem Titel „Above the Below” (Über dem Unteren) zu erleben. […]
Nach britischen Presseberichten dürfte Blaine in den 44 Tagen bis zum 19. Oktober etwa 20 Kilogramm abnehmen. Der Arzt Adam Carey, der ihn kurz vor Beginn des Abenteuers untersuchte, sagte dem „Daily Telegraph” (Sonnabendausgabe): „Vom medizinischen Standpunkt aus kann ich das nicht gut heißen. Persönlich denke ist, er ist ein bisschen verrückt.”

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Wer Krankheiten heilen will, muss Floßfahrer werden.

am 06.09.2003 / in zitate & fakten

Jetzt ist er so richtig in seinem Element: Kai Simons, Biologe und Genetiker, taucht tief in die Zelle ein. In Gedanken folgt er dort winzigsten Kanälen, Flüssen, Seen und Schleusen ? das sind die Zellmembranen, sagt er locker. Bildlicher geht es kaum. Und die Darstellung vom Innersten des Lebens fasziniert – ihn selbst auch. Kai Simons, Direktor des Dresdner Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik, ist so gar nicht der gesetzte Professor.
„Wir haben in der Zellmembran kleine Flöße, die sich vorwärts bewegen”, sagt Simons und langt mit den Händen danach, als könne er sie festhalten. Genau das will er auch, mit Chemie. „Auf diesen Flößen sitzen Proteine, die weitergeschickt werden.” Also Eiweißbausteine, die so ziemlich alle Funktionen oder Fehlfunktionen im Organismus steuern. Es sind die Schalter des Lebens. „Diese Flöße spielen damit die zentrale Rolle bei vielen Krankheiten”, erklärt Simons und nennt Alzheimer, Aids, Asthma, aber auch Schnupfen und Grippe. „Die Liste ist lang.”

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tekstasy

am 05.09.2003 / in zeugs

krass, den 1210er gibts jetzt (bald und vielleicht) auch als cd spieler – steht bei der de:bug.

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dnb-made-in-germany.de

am 05.09.2003 / in parties

so richtig verstehe ich die party (-macher) mentalität in mannheim nicht. besteht das lineup mal ausschließlich nur aus deutschen künstlern, müssen gleich 44 djs, 14mcs und drei live acts(!!) herhalten. dass qualität unter quantität meist leidet scheint kein argument.

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Universal Music versucht sinkende Nachfrage durch günstigere Preise zu kompensieren.

am 05.09.2003 / in zitate & fakten

Musikfans können zumindest in den USA bald mit deutlich niedrigeren CD-Preisen rechnen. Der größte Musikkonzern der Welt, Universal Music Group, senkt die CD-Preise drastisch. Das Unternehmen reagiert damit auf die andauernden Umsatzeinbrüche. Im Oktober soll der empfohlene Verkaufspreis für eine aktuelle CD um 30 Prozent auf umgerechnet 12 Euro gesenkt werden.

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Ist es die Luft, der Alkohol, Langeweile?

am 04.09.2003 / in zitate & fakten

Spinnen die Finnen?, könnte reimend fragen, wer eine Liste der in diesem Jahr ausgerichteten „Weltmeisterschaften” bei den Nordeuropäern studiert. Darin nehmen sich die 4. Welttitelkämpfe im Handy-Weitwurf in Savonlinna fast normal aus, wenn man die Weltmeisterschaften im Dauersitzen auf einem Ameisenhaufen dagegenhält. Diese Veranstaltung konnte es an Schmerzhaftigkeit, nicht aber an Anziehungskraft mit der Weltmeisterschaft im Sauna-Dauersitzen aufnehmen, bei der in Helsinki um die Wette geschwitzt wurde.
Die wiederum zog immer noch weniger Zuschauer an als die 12. WM im Schlammfußball in den Sümpfen von Hyrynsalmi, wo Tausende die Akteure permanent in Bewegung sahen. Wer stehen blieb, musste mit dem sofortigen Versinken rechnen. Zu den größten Zuschauermagneten aber wurden die 8. Weltmeisterschaft für „Luftgitarristen” in Oulu und die 12. Weltmeisterschaft im Frauentragen. In Sonkajärvi bejubelten und belachten 11 000 Zuschauer an zwei Tagen Vor-, Zwischen- und Endläufe durch einen Wassergraben und über ziemlich hohe Hürden.

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Eine Dresdnerin wird in Israel festgehalten – weil sie in Jordan geboren wurde.

am 03.09.2003 / in zitate & fakten

Seit zehn Jahren ist Frau Debus, die aus einer christlichen Familie in Bethlehem stammt, deutsche Staatsbürgerin. Eine zweite Staatsangehörigkeit besitzt sie nicht. Dreimal besuchte Jacqueline Debus seitdem mit ihrem deutschen Pass ihre Angehörigen in der Heimat. Problemlos. Auf Grund der unsicheren Lage im Nahen Osten verzichtete sie jedoch in den zurückliegenden vier Jahren auf solch eine Reise. Weil ihre Mutter nunmehr aber schwer erkrankt ist, reiste Frau Debus mit Adrian am 31. Juli nach Bethlehem. In der Tasche bereits das Rückflugticket mit El Al für den 21. August.
Das ist inzwischen längst verfallen. Bereits bei der Einreise konfrontierten die israelischen Behörden Jacqueline Debus mit der Feststellung, dass ihre Ausreise vom Tel Aviver Flughafen Ben Gurion nicht sicher sei. Der Grund: Im Computer hatten die Beamten eine 20 Jahre alte Identitätsnummer (ID) von Jacqueline Bassil, wie ihr Geburtsname lautet, entdeckt. Damit stand für die israelischen Behörden fest: Die Frau ist Palästinenserin, unabhängig von ihrer deutschen Staatsbürgerschaft, und wird als solche behandelt. Was heißt: Sie benötigt palästinensische Papiere, mit denen sie dann jedoch nicht von Tel Aviv, sondern vom jordanischen Amman aus die Heimreise antreten kann.

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In Holland ist Marihuana nicht nur legal, Berechtige bekommen es sogar bezahlt.

am 02.09.2003 / in zitate & fakten

Amsterdam. In niederländischen Apotheken kann seit gestern auf Rezept Marihuana erworben werden. Rund 7 000 Patienten werden künftig berechtigt sein, die Droge zu medizinischen Zwecken auf Kosten ihrer Krankenversicherung zu erwerben. […]
Die Qualität der Substanz wird vom Gesundheitsministerium strikt kontrolliert. Zwei Varianten mit unterschiedlich starker Konzentration der psychoaktiven Chemikalie Tetrahydrocannabinol (THC) sind zugelassen. Die Kosten für eine Dosis von fünf Gramm liegen nach Regierungsangaben bei 44 Euro für das 15-prozentige Konzentrat und bei 50 Euro für 18 Prozent THC. Dies ist etwa doppelt so viel wie in den so genannten Coffee Shops, in denen der Verkauf weicher Drogen geduldet wird.

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Fragwürdige Methoden werden zur Zeit geplant, um Schüler zu bestrafen.

am 01.09.2003 / in zitate & fakten

Besonders entzündet sich der Streit um die neue Möglichkeit, dass Schulleiter ihre Schützlinge bis zu vier Wochen von der Schule werfen können. Die rechtlichen Möglichkeiten, sich gegen einen zeitweisen Rauswurf zu wehren, sind gering: So ist geregelt, dass ein Widerspruch keine aufschiebende Wirkung hat – der Schüler könnte sich höchstens über das Verwaltungsgericht wieder auf die Schulbank zurück klagen. Zudem muss das dem Schüler vorgeworfene Fehlverhalten dem Gesetzentwurf nach noch nicht einmal zum wiederholten Male vorgekommen oder besonders schwer sein – dieses Kriterium gilt allein beim endgültigen Rauswurf.

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Ehemals legal gekauft, heute ist der Besitz schon strafbar.

am 30.08.2003 / in zitate & fakten

Am 1. September greifen die Bestimmungen des neuen Waffenrechtes. Dann ist der Erwerb und Besitz von Wurfsternen, Spring-, Fall-, Faust- und Butterflymessern verboten. Ein Vergehen kann danach mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden.
„Ich appelliere nicht nur an Jugendliche, sondern auch an deren Eltern und andere Erwachsene”, sagt Sachsens Innenminister Horst Rasch. „Nutzen Sie die verbleibende Zeit, um die nach Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes erstmalig verbotenen Gegenstände unbrauchbar zu machen oder an Berechtigte zu übergeben.” Schon wer eine solche Waffe in seiner Schublade aufbewahre, mache sich strafbar. Alle Waffenbehörden und jede Polizeidienststelle stehen für die Waffenabgabe zur Verfügung.

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