am 26.06.2003 / in zitate & fakten
Gegen sieben Uhr am Montagmorgen drängten sich bereits 15 000 Personen in den Gassen rund um das Sambodrome von Rio de Janeiro – 15 000, die eine Stelle bei der Städtischen Müllabfuhr Comlurb zu ergattern hoffen und deren Familienname mit den Buchstaben A oder B beginnt. Die ersten Bewerber hatten sich bereits am Sonnabend eingefunden und zwei Nächte lang auf Liegestühlen übernachtet – bloß, um ganz vorn in der Schlange zu sein, als die ersten Kandidaten vorgelassen wurden.
am 25.06.2003 / in zitate & fakten
Seit Ende Mai gibt es für alle vom Jugoslawien-Tribunal in Den Haag gesuchten Bürger Serbiens und Montenegros die Möglichkeit, ein Stipendium der Regierung in Anspruch zu nehmen. Die zahlt jedem, der sich freiwillig stellt, 200 Euro pro Monat in der U-Haft und 7600 Euro pro Jahr an Reisekosten an die engste Verwandschaft. Belgrad hat dabei peinlich genau darauf geachtet, mit den 200 Euro monatlich nicht die Grenze zu überschreiten, ab der ein Angeklagter für seine Verteidigung selbst aufkommen muss. Denn dann entginge ihm noch eine weitere Chance, sich hinter Gittern zu bereichern. Da die Stundensätze des Jugoslawien-Tribunals für Pflichtverteidiger deutlich über denen für Belgrader Anwälte liegen, muss ein Angeklagter nur einen Deal mit seinem Anwalt machen: Dafür, dass dieser den Zuschlag bekommt, gibt er einen Teil seines Honorars an die Familie des Angeklagten ab.
am 24.06.2003 / in zitate & fakten
Morgens trinke ich Bier, aber nur zwei bis drei kleine Flaschen. Das mache ich immer, egal wie warm es ist. Die Bierchen bekommen mir auch bei Hitze wunderbar. Danach gibt´s dann nur noch Tee. Jeden Tag mindestens zwei Liter, manchmal auch drei.
am 23.06.2003 / in zitate & fakten
Dort tauchten dürre bunte Männer um die Sechzig auf. Ein grauer Opa ging ans Schlagzeug. Ein schwarzer Struwwelkopf mit Adlergesicht schnallte sich die Gitarre um. Ein anderer, der einer lebenden Leiche gleich, tat es ihm nach. Ein Bläserquartett sortierte sich rechts, in der Mitte ein Sangestrio. Eine riesige bunte Wand fuhr empor. Sven sah den legendärer Lippenmund leuchten. Dann erschien der Lippenbesitzer selbst: Mick Jagger. Jetzt bemerkte es auch Sven, dieses Flattern im Magen, das er zuletzt verspürt hatte, als er erfuhr, dass er Vater werden würde. Das waren sie also, die Väter des Rock´n´Roll: der ewig junge Jagger, der stille Charlie Watts, das Drogenversuchsobjekt Keith Richards, der Nachzügler Ron Wood.
am 23.06.2003 / in musik
die dnb arena wurde opfer einer dos-attacke. was, wenn man es positiv betrachten möchte, von der großen wichtigkeit bzw. bekanntheit der site zeugt.
am 21.06.2003 / in zitate & fakten
In allen deutschen Fernsehprogrammen zusammen sind im vergangenen Jahr 991 000 Minuten Werbung gezeigt worden – fast zwei Jahre. Das geht aus einer vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln veröffentlichten Statistik hervor. Das bedeute eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Werbespots stieg von 2,5 auf mehr als 2,6 Millionen an. Dafür waren sie aber durchschnittlich nur noch 23 Sekunden lang – zwei Sekunden kürzer als 2001.
am 21.06.2003 / in linktipps
die jugend von heute bringt auch gern mal web interfaces das rappen bei. sehr unterhaltsam. :-D
am 20.06.2003 / in zitate & fakten
Angesichts drohender Rohstoffknappheit seien die Autos zu groß – und nebenbei auch noch zu schnell. „Im Zuge der europäischen Harmonisierung bekommen wir auch bald die 130-Stundenkilometer-Grenze”, ist sich der Design-Senior sicher. „Und die bauen immer dickere Autos”, wütet er. Doch ein echter Colani hat auch für dieses Problem eine Lösung. „Durch das Trabi-Basteln sind die Ostdeutschen sehr geschickte Autospezialisten geworden”, glaubt er. Warum also nicht einen Kleinwagen entwickeln, der auf Wunsch auch per Kiste in Einzelteilen geliefert und vom Käufer zusammengeschraubt wird. Der Entwurf für den Kit-Car ist schon fertig, der Wagen soll weniger als zwei Liter schlucken und als Bausatz nur etwa 2500 Euro kosten.
am 19.06.2003 / in zitate & fakten
Bei Ausschreitungen nach dem Tod eines von der Polizei verfolgten Schwarzen sind in einer Kleinstadt im US-Staat Michigan mindestens zehn Menschen verletzt und sieben weitere festgenommen worden. Etwa 300 Menschen beteiligten sich an den Krawallen in Benton Harbor, bei denen in der Nacht zum Mittwoch mindestens fünf Häuser und fünf Autos in Brand gesetzt wurden. Die Behörden riefen den Notstand aus. Bei Bedarf kann damit die Nationalgarde angefordert werden.
am 18.06.2003 / in zitate & fakten
Zudem löst das Überangebot an Unterhaltungsmöglichkeiten häufig das Gefühl aus, trotz aller Aktivität etwas zu verpassen. Die Menschen sollten lernen, bewusster mit Zeit umzugehen und sich von dem Glauben befreien, alles mitmachen zu müssen. Wenn ich fünf Euro im Portemonnaie habe, weiß ich automatisch, davon kann ich ich mir weder einen Schrank noch Klamotten kaufen, es kann einfach nicht reichen. Diese Erkenntnis auf die Zeit zu übertragen, könnte schon helfen.