donnerstag abend kam die gute info über die liste: die fuckparade darf nun doch mit musik stattfinden. allerdings nur drei wagen und nicht lauter als 85db. nun, jedenfalls bekamen wir die möglichkeit, einen der wagen zu stellen und so machten wir uns ab freitag nachmittag, also weniger als 24h vor beginn der parade, an die arbeit alles zu organisieren. nach etlichen telefonaten hatten wir truck, generator und anlage zusammen. die parade wurde ein voller erfolg. schätzungsweise 2000 menschen demonstrierten friedlich durch berlin mitte vom bunker zum roten rathaus. einige wenige bilder von mir gibt es hier unterm beitrag, weitaus mehr fotos sind da.
brokenbeatz, „promotion agency for german drum&bass“, lädt am 15ten august zum „festival for german breakbeat culture“ in den alten wartesaal in köln. das lineup kann sich sehen lassen. mit 10 djs und 5 mcs gibt es einen guten, aber bei weitem nicht kompletten überblick über die deutsche szene.
weil es heutzutage „irgendwie dazugehört“ gibt es natürlich auch eine passende website zur party, auf der auch eine handvoll der neusten und aktuellsten tunes aus deutschen studios angehört werden kann – darunter auch ein 22minütiger dubplate-mix von explorer. korrekter service.
kleine „anekdote“ am rande: auf der site gibt´s auch ´ne artist info zu mc triad, den ich beim diesjährigen karneval der kulturen erlebt habe und der mir absolut nicht gefallen hat. anderen scheinen das ebenso zu finden. oder doch nicht? oder wie?
„er arbeitet schon länger mit x-plorer zusammen […] und treibt mit seinen gesangslinien das publikum zum wahnsinn.“
*g*
im rahmen einer fuckparade soli party wurde gestern abend vor dem berlin palast der republik öffentlicher raum wiedergewonnen. erstaunlicherweise wurde die party nicht von den cops gesprengt und ging bis 7 uhr in der früh.
initiator des ganzen, trauma xp, hat aus diesem grund auch eine pressemitteilung samt fotos veröffentlicht, um für mehr toleranz gegenüber „temporären projekte“ zu werben.
die website von level47, der nachfolge-zeitschrift der breakbeat, oder anders ausgedrückt die umbenannte breakbeat mit schwerpunktverlagerung richtung hiphop, füllt sich langsam, langsam mit inhalt.
zur zeit online lesbar: dj marky, brasiliens drum&bass export.
auch dieses jahr findet wieder die red bull music academy statt. bewerbungsfrist für die im november in sao paulo stattfindene veranstaltung ist der 12te juli.
als „einführungskurse“ empfehlen sich die videomitschnitte vergangener workshops von j majik („the ethics of running an independent label“) und kabuki (demonstrates traktor).
auf der off. mtv site konnt´ ich leider nichts darüber finden, aber es kursiert das gerücht, dass dj phantasy ab august eine wöchentliche drum´n´bass session bei mtv dance bekommt. planetdnb weiss mehr. allerdings wird dies afaik nicht im deutschen mtv ausgestrahlt. schade, aber vielleicht wird das ja auch noch.
in leipzig haben sich mehrere crews zusammengefunden, um wieder mehr politische aussagen in der kulturlandschaft zu verankern.
die frage, „ob man ausser der individuellen ästhetikvorliebe überhaupt noch etwas mit seinem kulturellen tun vermitteln möchte“ wurde bei einem ersten treffen bejaht und sich auf themengebiete wie „kommerzialisierung, freiraum club, diskriminierung, rassismus“ etc. geeinigt. it´s yours -> gut finden & unterstützen!