28.05.05 – therapy session @ kühlhaus, dresden

dylan, tech itch und robyn chaos kamen zum ersten mal nach deutschland, um auch hierzulande zur therapy session zu bitten. die behandlung bestand, wie zu erwarten, hauptsächlich aus dnb-geschredder. klang stellenweise ein rollender junglebeat durch, wurde dieser schnell in richtung breakcore abgebrochen. immer voll drauf. willenloses gehämmer par excellence. leider wird jedoch auf dauer auch der härteste patient dieser therapie müde und so waren schon recht zeitig erste ausfallerscheinungen sichtbar. schneller als befürchtet lichteten sich die ohnehin nicht so starkt gedrängten reihen, so dass die engländer gegen halb fünf die sitzung beendeten und nyceguy eski die nachuntersuchung begann.
größtes manko für mich an diesem abend: die lautstärke war unglaublich, besser gesagt unerträglich. die anlage lief auf anschlag mit krassen höhen und verzerrtem bass. ohne ohrschutz war da kein verletzungsfreies feiern möglich.
immer besser gefällt mir dafür die deko im kühlhaus. der/die pixelfraktalkünstler hat(ten) die typischen pixel icons an decken und wänden gut verteilt. auch wenn man die aus ganz dresden schon kennt, machen sie die kühle halle um einiges schicker. einen großten teil trug auch die große leinwand hinter dem dj pult bei, die mit schicken bewegtbildern bespielt wurde.
lineup & flyer
bilder

verkalkuliert

„da die 20 000 anhänger aus liverpool schon vor dem anpfiff des finales sämtliche biervorräte in istanbul aufgebraucht hatten, ließen die gastronomen der türkischen metropole den gerstensaft während der partie aus einem umkreis von 100 kilometern anliefern.”

(aus der sz)

keine angst vorm braunen mann

zitat der „sieben irrtümer über die npd” aus dem neon magazin:

ob einschlägig vorbestraft oder ehemalige ddr-blockflöte, ob dicker „sachsenhitler” (taz), ladendieb oder mit nazibüsten im kinderzimmer, sie lassen kein klischee aus und sind ihrer partei selbst so peinlich, dass sie teilweise einzeln keine interviews geben dürfen. sie sind keine brandstifter, die sich als biedermänner tarnen – sie tarnen sich ja nicht. […] halbwegs intelligente funktionäre ertragen ihre party auf dauer selbst nicht: „einige glauben allen ernstes, hitler heiße mit vorname heil”, so jan zobel, der ehemalige chef der jungen nationaldemokraten, über seine kameraden.

(cebit) messekontakte leichtgemacht

„einen visitenkartendrucker gibt es zwar schon in jeder zweiten deutschen bahnhofshalle, aber das bedürfnis von mitarbeitern auf messeständen ist ein anderes und so ermöglicht dieses neuartige gerät, die eingabe der gewünschten anzahl der messekontakte an einem tag unter angabe des exakten fachbereichs, aus dem sich die besucherscharen zusammensetzen. kaum eingegeben, schon spuckt der neuartige drucker die entsprechende anzahl visitenkarten auf unterschiedlichem papier und in ebenso flexiblen designs aus. der frisch gedruckte stapel visitenkarten kann dann beim allabendlichen gebet dem marketingmeister untergeschoben werden.”

( via netzkritik)