erst hiphop dann ramba zamba…

… so die dresdner morgenpost vom 22.09.03 auf dem titelblatt über die „westberlin massive party“ von krasscore. keine frage, dass die stimmung agressiver war als sonst jede rap-party, aber massenschlägerei vor der dresdner scheune mit bis zu 400 leuten – angeblich alles besucher des konzertes, obwohl das gerade auf dem höhepunkt war? die sächsische zeitung im vergleich meldet eine kleine randalae mit etwa 17 personen, ohne direkte beteiligung der party.
boulevardjournalismus ruled eben doch! :(

In Großenhain bei Dresden kann man bald ganz wundersame Tierchen beobachten.

Hildegard und Peter Hain, die mit ihrem Schmetterlingshaus auf der Landesgartenschau 2002 schon viele Neugierige anlockten, planen ein europaweit einmaliges Insektarium mit multimedialer Schau, Museum und Insektenzoo.
„Wir wollen durch eine Auswahl besonderer, spektakulärer, nützlicher und auch schädlicher Insekten einen Einblick in die faszinierende Welt der Tiere vermitteln”, erklärt Peter Hain. Und denkt beim Stichwort „spektakulär” als erstes an die Gottesanbeterinnen. Das sind räuberische Fangschrecken, die sich bis zur Unkenntlichkeit tarnen und so auf ihre Beute warten. Genauso aussehen wie eine Orchideenblüte oder wie trockenes Laub, ist für sie kein Problem. Auch die Monsterameise ist im Anmarsch auf Großenhain, die mit vier Zentimetern Länge größte und wohl pünktlichste Ameise überhaupt. Sie kommt nur einmal am Tag aus der Erde, aber danach kann man die Uhr stellen.

Tipps für Oktoberfest-Touristen, falls sie auf Einheimische treffen.

Neben kulinarischen Spezialwörtern empfiehlt es sich, auch einige zwischenmenschliche Redewendungen zu kennen. Falls der bayerische Nachbar unverblümt fragt, ob er dem „Gschbuusi” (der Freundin) ein „Busserl” (Küsschen) geben darf, ist es ratsam, sich und seine Begleiterin vor unliebsamer Tuchfühlung zu schützen. Wird er nach der Abfuhr etwas ruppig und beschimpft die vorher Heißbegehrte als „schiach” (was so viel wie hässlich bedeutet) oder nennt sie gar „oide Schäsn” (was schwer zu übersetzen, aber eindeutig beleidigend ist), sollte man überlegen, das Feld zu räumen und das „Noagerl” (den Getränkerest im Glas) einfach stehen zu lassen.

Profit vor Fairness.

Der VW-Konzern hat vor dem höchsten EU-Gericht eine Niederlage erlitten und muss 90 Millionen Euro Strafe wegen verbotener Marktabschottung zahlen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) bestätigte gestern in Luxemburg eine entsprechende erstinstanzliche Entscheidung der EU-Richter. Es ist das höchste Bußgeld, das Brüssel bisher gegen einen Autohersteller durchsetzte.
Der Wolfsburger Autokonzern hatte in den 90er Jahren italienischen Vertragshändlern den Verkauf von VW- und Audi-Modellen an deutsche Kunden verboten. Eine Marktabschottung zur Verhinderung eines „Billig-Einkaufs” im EU-Ausland ist in der Union grundsätzlich nicht gestattet. Solch eine Einkaufstour kann sich durchaus lohnen: Die Vorsteuerpreise klaffen generell bei einigen Modellen um bis zu 40 Prozent auseinander.
Die EU-Kommission sieht sich in ihrem Vorgehen gegen Autohersteller bestätigt, die Preise künstlich hochhalten. Derzeit laufen noch Ermittlungen gegen die französischen Hersteller Renault und den Citroën-Peugeot-Konzern.

Die Wind-Energie ist noch immer sehr umstritten.

Ausgerechnet Clement, der auch Technologieminister ist, will einen der wenigen technologischen Fortschritte in Deutschland kaputtmachen. Er kämpft wie einst Don Quichotte gegen die Windmühlen. Seine windigen Argumente: Windmüller seien „Abzocker”, Windräder würden gebaut, „wo gar kein Wind weht” und Windstrom sei „einfach zu teuer”.
Dabei vergisst Clement die jahrzehntelang gezahlten Milliarden-Subventionen für Atomstrom und Kohle. AKWs sind gefährlich, und Kohle verursacht den Treibhauseffekt. Die 14 000 Windräder haben 2002 der Umwelt zwölf Millionen Tonnen CO2 erspart. Clement hängt am Tropf der Kohle wie Merkel und Stoiber am Tropf der Atomwirtschaft.
Die Bundesregierung, deren Mitglied Wolfgang Clement ist, hat internationale Verpflichtungen zum Klimaschutz unterschrieben. Dazu gehört, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion von heute neun auf 12,5 Prozent bis zum Jahr 2010 zu erhöhen. Wie will die Bundesregierung dieses Ziel erreichen, wenn ihr Wirtschaftsminister es bekämpft?

Passt mir auf die Hirsche auf!

Sachsens Umweltministerium warnt vor Liebesspielen im Straßenverkehr. Allerdings macht den Beamten nicht die Triebhaftigkeit von Autofahrern Sorgen, sondern die der brünftigen Rothirsche. Also Fuß vom Gaspedal, denn: „Mit dem Steigen des Hormonspiegels vergessen die liebestollen Tiere schon mal ihre Umgebung.”

Der Gesundheitszustand des Papstes ist erschreckend.

Längst ist der Vatikan mit seiner Informationspolitik in die Zeit der Sowjets zurückgefallen. Motto: Nur nichts sagen, alles leugnen. Parkinson ist eine schleichende Krankheit, die letztlich auch zu geistigen Ausfällen führt. Niemand, das ist offenbar die Kalkulation, soll wissen, wann die gut eine Milliarde Katholiken ohne echte Führung ist. „Endzeit eines Pontifikats”, nennt die Kirche solche Zeiten.
Sicherlich, zum Abschluss seiner Slowakeireise hat der Papst am Sonntag „funktioniert”. Die Ärzte hatten die Medikamente für den zweistündigen Gottesdienst richtig eingestellt, Johannes Paul II. konnte vergleichsweise ohne große Mühe atmen, und sogar seine Aussprache war zumindest streckenweise so, dass die Menschen ihn verstehen konnten. Eine Messe lang hielt er, im Rollstuhl, durch. Nur zum Schluss wirkten die Spritzen nicht mehr, da sank der 83-Jährige förmlich in sich zusammen.

Freies Radio in Dresden hat es schwer. Dieses Wochenende senden sie unter 99,3 MHz.

Kommerzielle und öffentliche Radiosender gibt es in Deutschland überall. Und auch die freien Radiosender sind mittlerweile etabliert ? in Sachsen allerdings nicht. Weil es keine festgelegten Unternehmensstrukturen, kein langfristiges Konzept und keine Angestellten gebe, sei die Vollfrequenz nicht einfach zu bekommen, erklären die Radio-Null-Macher. Deshalb sendet coloradio nur donnerstags für vier Stunden auf der 100,2-NRJ-Frequenz. Deshalb bedarf es eines Kunstprojektes wie auf dem Postplatz, um drei Tage lang ein 24-Stunden-Programm zu gestalten. Deshalb wird mit der Sächsischen Landesmedienanstalt seit langer Zeit verhandelt. „Die haben aber Angst, dass sie durch die Lizenz keine Kontrolle mehr über uns haben”, sagt Astrid zur aktuellen Sendesituation.

haben sie auch was von …

wenn einem die junge apothekerin zu den kopfschmerztabletten gleich ein glas wasser anbietet, ist das zwar äußerst nett, aber nicht wirklich ein kompliment, oder? ich hab die doch erst für morgen geholt.