Weil Dresdens große Sportvereine schlecht haushalten, fehlt auch den anderen das Geld.

Die Eislöwen stehen nicht allein bei der Stadt in der Kreide. Zum 30. Juni hatten der DSC Fußball 98 rund 117 000 Euro und der 1. FC Dynamo über 400 000 Euro Außenstände bei der Stadt. „Damit fehlen dem gesamten Sport in Dresden rund 700 000 Euro”, bedauert Raphael Beckmann, Leiter des städtischen Sportstätten- und Bäderbetriebes. Kleine Vereine haben es doch auch nicht leicht, aber sie zahlen ihre Schulden. Um die meist maroden Sportanlagen wenigstens einigermaßen in Schuss zu halten, benötigt die Stadt jeden Cent. Beckmann sieht deshalb auch keinen Grund, auf die Außenstände zu verzichten.

Eine der befreiteten Algerien-Geiseln berichtet.

Die Situation sei nicht so extrem schwierig gewesen, sagt er. Kritisch seien vor allem die Transporte zwischen einzelnen Verstecken der Entführer gewesen. Mehr als einmal habe sich bei diesen Verlegungen eines der Autos, mit denen sie transportiert wurden, überschlagen. Als besonders belastend, so Bracht, habe er jedoch empfunden, nicht zu wissen, wie es den Angehörigen zu Hause ging. Nach der Planung weiterer Sahara-Reisen gefragt, sagt Bracht, die Geiselnehmer hätten die Entführten eingeladen wiederzukommen. Andere sollten aber lieber nicht in die Gegend fahren. „In den nächsten Jahren wird die Sahara wohl nicht bereisbar sein”, erklärte Bracht.

Großes Garantie-Versprechen läßt die Angestellten schwitzen.

Eine Stoppuhr brauchen sie mittlerweile nicht mehr. „Wie lang 15 Minuten sind, habe ich im Gefühl”, sagt Volkmar Lanzendörfer. Der 57-Jährige ist einer der Haustechniker, die für die drei Dresdner Ibis-Hotels zuständig sind. 15 Minuten sind mittlerweile bei allen Angestellten eine feste Größe. Entdeckt der Gast einen Mangel in seinem Zimmer, hat das Team genau 900 Sekunden Zeit. Zur Behebung. Ansonsten bettet der Gast eine Nacht gratis sein Haupt.

Letztes Jahr zuviel Wasser, nun zu wenig.

Sorgenvoll blickt Michael Lohnherr zum Himmel. Der Chef der Sächsischen Dampfschiffahrt hofft, dass es bald kräftig regnet ? möglichst in Tschechien. „Uns fehlen mindestens 13 Zentimeter Wasserstand”, sagt er. Damit ist unklar, ob die große Dampferparade am Sonnabend starten kann. Für sie sind bereits alle elf Schiffe ausverkauft. Doch bei dem niedrigen Wasserstand können nur noch die Dampfer „Diesbar”, „Krippen”, „Pirna” und „Rathen” sicher fahren. Das ist für eine Parade zu wenig.
Lohnherr hat sogar versucht, in Usti (Aussig) eine Welle zu kaufen. Dort wird das Wasser für drei Stromturbinen gestaut. Zahlt man einen Ausgleich für die Stromgewinnung ? etwa 10 000 Euro ? lassen die Tschechen das Wasser auch direkt in die Elbe fließen. Nach etwa 24 Stunden wäre die Welle in Dresden und würde für zwei bis vier Stunden den Wasserstand um etwa 20 Zentimeter erhöhen.

Ein Unglück, dass wie ein Horror-Märchen klingt.

In einem Krankenhaus von Houston (US-Bundesstaat Texas) ist am Wochenende ein Arzt von einem defekten Fahrstuhl geköpft worden. Wie US-Medien am Sonntag berichteten, hatte der 35- jährige Mediziner im zweiten Stock des Christus St. Joseph Hospitals einen der Fahrstühle betreten, als die Tür plötzlich schloss. Er wurde mit den Schultern in der Tür festgeklemmt. Der Fahrstuhl bewegte sich dann nach oben und riss den Kopf des Arztes ab. Eine Angestellte des Hospitals musste den Tod mit ansehen und war 20 Minuten lang in dem Unglücksfahrstuhl eingeschlossen.

Der große Stromausfall stiftet Verwirrung und läßt viele Fragen offen.

Die Gerüchte über die Ursache des Blackouts überschlugen sich: Der Verdacht fiel mal auf den geheimnisvollen Computervirus, der in den letzten Tagen für Schlagzeilen gesorgt hatte, mal auf einen angeblichen Blitzeinschlag in Kanada. Erst allmählich setzte sich die Erkenntnis durch, dass das Stromnetz möglicherweise einfach nur überlastet war.
Für New Yorker war es der heißeste Tag des Jahres, und möglicherweise hat das die Kettenreaktion ausgelöst: Je wärmer es wurde, desto mehr Strom verbrauchten die allgegenwärtigen Klimaanlagen bis schließlich das Stromnetz überlastet war, Teile ausfielen, andere Teile noch stärker belastet wurden und am Ende reihenweise Sicherungen herausflogen und die automatischen Abschaltprozesse der Kraftwerke einleiteten.