Ein treffliches Zitat des Schauspielers Ulrich Mühe.

Ich hatte immer gedacht, wenn man im Westen eine Sache richtig gut macht, dann könne einen nichts aufhalten, dann werde man mit immer besseren Angeboten überschüttet. Aber das ist gar nicht so. Auch diese Gesellschaft ist letztlich nicht leistungsbereit. Auch hier hält man die besondere Begabung nicht aus. Die wird beschnitten und auf das Maß von Konsumierbarkeit zurechtgestutzt.

Ein Kommentar über die von Italiens Staatschef Berlusconi neu eingebrachten Gesetze.

Man stelle sich vor, Kanzler Schröder ließe noch schnell vor der Sommerpause ein Gesetz durchpauken, das aus „politischen Gründen” abgesagte Urlaube mit hohen Entschädigungen versüßt. Unvorstellbar?
Mag sein, in Italien aber würde so etwas derzeit unter ?eher belanglos? rangieren. Es ist – gelinde gesagt – ein ziemlich eigenwilliges Verständnis von Demokratie, von der Unabhängigkeit der Justiz und der Medien, das da zwischen Mailand und Palermo erblüht.
Überzeugten Demokraten dürften sich die Nackenhaare aufstellen angesichts der Art und Weise, mit der sich der italienische Premierminister Berlusconi Gesetze zum eigenen Nutzen zusammenbiegen lässt. Doch der Mann ist es einfach gewohnt, dass andere nach seiner Pfeife tanzen. Mit einem Wirtschaftsimperium im Wert von 7,8 Milliarden Dollar ist er nicht nur der reichste Mann des Landes, sondern praktischerweise auch noch erster Mann im Staate.

Der Tipp schlechthin, wie man trotz steigender Tabakpreise weiter sparsam Rauchen kann: Selber anbauen.

Hatten sich die Bauernjungs nach dem Krieg nicht etwas zu ihrem nicht vorhandenen Taschengeld dazu verdient, indem sie Tabak pflanzten und verkauften? Und erlaubt es das deutsche Steuerrecht nicht, für den Eigenbedarf so viel Tabak anzubauen, wie man nur will?
Eine Pflanze gibt 40 Gramm, also zwei Schachteln. Bei einer Schachtel pro Tag macht das rund 180 Pflanzen. Säen, pikieren, auspflanzen und die Blüten regelmäßig köpfen, damit die Inhaltsstoffe in die Blätter ziehen. Unkraut jäten und Gießen nicht vergessen. Dann die Blätter ernten und mindestens ein Jahr an Schnüren aufhängen und aufpassen, dass sie nicht vertrocknen oder verschimmeln. Oder nur sechs bis acht Wochen trocknen und dann fermentieren. Dazu einen Sud aus Wasser, Rotwein, Honig, Zucker, gedörrten Pflaumen, Rosinen, einigen Lorbeerblättern und Wachholderbeeren herstellen und die Tabakblätter damit besprühen. Trocknen lassen, fein schneiden und fertig.

mord durchs chat-verhalten

na wenn das nichts für den darwin award ist:
„ein junger mann aus taiwan hat sich auf ein gefährliches spiel eingelassen – und verloren. der 20 jahre alte verkäufer hatte zu einer schulfreundin eine eine engere beziehungen aufgebaut. gleichzeitig flirtete er mit ihr im internet unter dem decknamen ´mr j´, ohne der geliebten zu sagen, wer sich hinter ´mr j´ verbirgt. es kam, was kommen musste: die junge frau kündigte die freundschaft im ´realen Leben´ auf, sie war in den virtuellen ´mr j´ verliebt. der junge mann nahm sich darauf das leben.”
(via intern)

Videoüberwachung öffentlichen Raumes ist rechtens.

Städte und Gemeinden können nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) Kriminalitätsbrennpunkte weiter per Videokamera überwachen. Die Überwachung verstoße nicht gegen das Grundgesetz, stellten die Richter in Mannheim klar. Erstmals befasste sich ein Obergericht mit dem Thema und wies in zweiter Instanz die Klage eines Rechtsanwalts ab, der gegen die Videokontrolle in der Innenstadt von Mannheim geklagt hatte. Zu Gunsten eines ‚überwiegenden Allgemeininteresses’ müsse der Einzelne Einschränkungen der Herrschaft über ‚seine’ Daten hinnehmen, urteilten die Richter