Beim Baden die Vorfahrt genommen.

Auf dem Ammelshainer See bei Naunhof (Muldentalkreis) ist am Sonnabend eine Schwimmerin von einem Schlauchboot der Wasserwacht überfahren worden. Die Motorschraube brachte der 57-Jährigen dabei Schnittwunden an Kopf und Körper bei, wie die Polizei mitteilte. Gegen den 19-jährigen Bootsführer wird nach diesen Angaben wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Firmenwohl durch „Vitamin G”.

Die geschäftsfördernde Wirkung von Golf ist unbestritten. Nach einer repräsentativen „Capital”-Umfrage unter Top-Managern kommen in der EU zwei drittel aller Geschäfte über acht Millionen Euro zu Stande, weil die Partner zusammen gegolft haben. Jeder fünfte golfende Chef geht sogar soweit, dass er seinen sportlichen Rivalen absichtlich gewinnen lässt – in der Hoffnung einen guten Deal zu landen.

EU-Agrarreform auf den Weg gebracht.

Mit der radikalsten Agrarreform ihrer Geschichte macht die Europäische Union Schluss mit den Fleisch- und Getreidebergen. Nach 17-stündigen Verhandlungen in Luxemburg beschlossen die EU-Agrarminister gestern einen Systemwechsel für die milliardenschweren Beihilfen, um die mit Steuergeldern finanzierte Überproduktion drastisch einzudämmen. Künftig sollen die Subventionen nicht mehr ausschließlich von der Produktionsmenge abhängig sein.

Verhältnismäßig guter Lohn führt zu Massenbewerbung.

Gegen sieben Uhr am Montagmorgen drängten sich bereits 15 000 Personen in den Gassen rund um das Sambodrome von Rio de Janeiro – 15 000, die eine Stelle bei der Städtischen Müllabfuhr Comlurb zu ergattern hoffen und deren Familienname mit den Buchstaben A oder B beginnt. Die ersten Bewerber hatten sich bereits am Sonnabend eingefunden und zwei Nächte lang auf Liegestühlen übernachtet – bloß, um ganz vorn in der Schlange zu sein, als die ersten Kandidaten vorgelassen wurden.

Fee-Splitting deluxe auf Kosten des Internationalen Gerichtshofs.

Seit Ende Mai gibt es für alle vom Jugoslawien-Tribunal in Den Haag gesuchten Bürger Serbiens und Montenegros die Möglichkeit, ein Stipendium der Regierung in Anspruch zu nehmen. Die zahlt jedem, der sich freiwillig stellt, 200 Euro pro Monat in der U-Haft und 7600 Euro pro Jahr an Reisekosten an die engste Verwandschaft. Belgrad hat dabei peinlich genau darauf geachtet, mit den 200 Euro monatlich nicht die Grenze zu überschreiten, ab der ein Angeklagter für seine Verteidigung selbst aufkommen muss. Denn dann entginge ihm noch eine weitere Chance, sich hinter Gittern zu bereichern. Da die Stundensätze des Jugoslawien-Tribunals für Pflichtverteidiger deutlich über denen für Belgrader Anwälte liegen, muss ein Angeklagter nur einen Deal mit seinem Anwalt machen: Dafür, dass dieser den Zuschlag bekommt, gibt er einen Teil seines Honorars an die Familie des Angeklagten ab.

Konzertbericht vom Leipziger Rolling Stones Auftritt.

Dort tauchten dürre bunte Männer um die Sechzig auf. Ein grauer Opa ging ans Schlagzeug. Ein schwarzer Struwwelkopf mit Adlergesicht schnallte sich die Gitarre um. Ein anderer, der einer lebenden Leiche gleich, tat es ihm nach. Ein Bläserquartett sortierte sich rechts, in der Mitte ein Sangestrio. Eine riesige bunte Wand fuhr empor. Sven sah den legendärer Lippenmund leuchten. Dann erschien der Lippenbesitzer selbst: Mick Jagger. Jetzt bemerkte es auch Sven, dieses Flattern im Magen, das er zuletzt verspürt hatte, als er erfuhr, dass er Vater werden würde. Das waren sie also, die Väter des Rock´n´Roll: der ewig junge Jagger, der stille Charlie Watts, das Drogenversuchsobjekt Keith Richards, der Nachzügler Ron Wood.

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undeniable die dnb arena wurde opfer einer dos-attacke. was, wenn man es positiv betrachten möchte, von der großen wichtigkeit bzw. bekanntheit der site zeugt.

Fast eine Million Minuten Volksmanipulation im TV pro Jahr.

In allen deutschen Fernsehprogrammen zusammen sind im vergangenen Jahr 991 000 Minuten Werbung gezeigt worden – fast zwei Jahre. Das geht aus einer vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln veröffentlichten Statistik hervor. Das bedeute eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Werbespots stieg von 2,5 auf mehr als 2,6 Millionen an. Dafür waren sie aber durchschnittlich nur noch 23 Sekunden lang – zwei Sekunden kürzer als 2001.