Die Dresdner Kanuten, die weniger als 48 Stunden von Dresden nach Hamburg benötigten, möchten mit ihrer Leistung ins Guinnes Buch der Rekorde.

Die Strecke, die nun vor den Kanuten liegt, braucht Ausdauer, kann aber nicht mit eigener Armkraft bewältigt werden. Am 10. Januar beantragte das Team einen „Guinnes”-Weltrekord. Ein kompliziertes Unterfangen. Sechs Wochen vor Beginn des Versuches muss ein Antrag mit genauer Beschreibung des geplanten Rekords bei „Guinnes World Records” in London eingehen. Kurze Zeit später erfolgt eine Bestätigung per E-Mail. Das Problem der Dresdner sind die komplizierten und schwer zu verstehenden Regeln der Briten. Ein Rekord ist es. Aber ist es auch ein „Guinnes Rekord”?

Zum Glück war Krieg – der Weihnachts-Umsatz ist gerettet.

„Wer sehen will, was demnächst in unseren Kinderzimmern angesagt ist”, erzählt Christian Borman von Plan-B Toys, „muss nur in diesen Tagen den Fernseher anschalten.” Seine Firma arbeitet fieberhaft daran, die Szenarien des Krieges – von den Panzerschlachten in der Wüste bis zum Häuserkampf in Bagdad – in Spielzeuggröße nachzubauen. Schwer bewaffnete Spezialeinheiten mit Schutzanzügen und Gasmasken, meint Borman, könnten der Saison-Hit werden. Die Informationen für den Nachbau bekommt die amerikanische Spielzeugindustrie – 20 Milliarden Dollar Jahresumsatz – von Rüstungsunternehmen oder direkt von den Streitkräften.

Ein Defekt in der Hydraulik führt zum tragischen Flugzeugunglück.

Dies ist der Moment, den Piloten wie Passagiere nur als Albtraum kannten: Plötzlich öffnet sich allmählich, aber stetig die riesige Ladeluke am Heck, dann greift der Sog nach den Passagieren und reißt sie hinaus. Ohne Fallschirm – in den sicheren Tod. Die Mannschaft im Cockpit kann nichts tun, um die Katastophe zu verhindern. Genau dies ist Donnerstagnacht in 2200 Meter Höhe über Kongo passiert, eine Dreiviertelstunde nach dem Start in der Hauptstadt Kinshasa. Die Passagiere wurden regelrecht nach draußen „gesaugt”.

Sachsen Ex-Regierungschef Kurt Biedenkopf ein Jahr nach seinem Abtritt.

„Ich war gestern mit meiner Frau beim Karstadt”, berichtet Biedenkopf („Ich gehe gerne mit einkaufen, ich interessiere mich für Preise”). Im Dresdener Kaufhaus habe ihn eine Frau angesprochen: „Schade, dass man Sie nicht mehr im Fernsehen sieht!” Stimmt nicht ganz. So sah man ihn etwa im Dritten Programm des Westdeutschen Rundfunks in einer Diskussionssendung sitzen – mit der abgehalfterten SPD-Spitze Oskar Lafontaine, was irgendwie ein trauriges Bild abgab. Biedenkopf wirkte auch seltsam entrückt von der Tagespolitik.

Mogelt sich Neun Live mit Hilfe des Besetztzeichens Geld in die Tasche?

In Verruf geraten ist auch der Fernsehsender Neun Live, der bei Gewinnspielen 0137er-Nummern einsetzt. Zuschauer berichten aber, dass bei der kostenpflichtigen Nummer von 49 Cent pro Anruf ständig das Besetztzeichen zu hören ist. Betroffene erhielten jedoch eine horrende Telefonrechnung. Darum ermittelt nun die Staatsanwaltschaft München seit Anfang April in dem Fall, berichtet „Der Spiegel”. Der Verdacht: Anrufer müssen auch für Gespräche zahlen, die gar nicht zu Stande gekommen sind. Bei Verbraucherschützern gingen zuletzt Dutzende von Beschwerden ein.

Finanzproblemen hat Hussein ganz problemlos vorgesorgt.

Kurz vor den ersten Bomben auf Bagdad hat der irakische Staatschef Saddam Hussein rund eine Milliarde Dollar Bargeld aus der Zentralbank wegschaffen lassen, wie die Zeitung „New York Times” berichtete. Das Geld – neun Millionen 100-Dollar-Scheine und 100 Millionen in Euro – sei am 18. März um 04.00 Uhr Ortszeit auf drei Lastwagen verladen und abtransportiert worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen irakischen Finanzbeamten. Die Summe entsprach etwa einem Viertel aller Devisen-Reserven in der Zentralbank – damit dürfte es sich um den größten Bankraube in der Geschichte handeln.

Schnelle Konsequenzen auf Straftaten könnten Abschreckung bringen.

Kurz nach dem Überfall auf einen Ausländer sind vier Brandenburger im Alter von 19 bis 22 Jahren im Schnellverfahren verurteilt worden. Sie sollen in der Nacht zum Sonntag in einem Zug zwischen Cottbus und Wittenberge den 42-jährigen in Berlin lebenden Ägypter geschlagen und getreten haben. Das Amtsgericht Neuruppin verurteilte sie gestern zu acht bis zehn Monaten Haft auf Bewährung. Das Urteil ist rechtskräftig.