Der erfolgreiche Blitzkrieg bleibt aus. Die irakischen Truppen kämpfen, statt wie ´geplant´ aufzugeben.

Mit schweren Geschützen, heftig kämpfend in die Stadt zu rollen, ist genau das Image einer Okkupationsmacht, das Washington und London vermeiden wollen. Denn ihr Krieg kann längerfristig nur einen politischen Sieg bringen, wenn sie die Seelen der irakischen Bevölkerung erobern. Mit tausenden toten Zivilisten dürften den Irakern sehr bald die Schrecken des Regimes Saddam als weniger schlimm erscheinen als jene, die die Supermacht durch einen imperialistischen Akt der Gewalt verbreite.

Stell´ dir vor es ist Krieg und der Fernseher ist kaputt.

Der tatsächliche Informationswert der Fernsehbilder, die die Amerikaner in diesen Tagen zu sehen bekommen, ist zweifelhaft. Die stationären Kameras auf den Dächern Bagdads zeigen meist nicht mehr als Lichtblitze am Himmel, einen fernen Häuserbrand oder das Mündungsfeuer der Flugabwehr. Die Bilder von den vorrückendn Truppen zeigen im wesentlichen die irakische Wüste. Doch der Live-Charakter der Bilder schlägt Millionen in den Bann. Um 700 Prozent stiegen in den ersten Tagen des Krieges die Einschaltquoten der amerikanischen Nachrichtenkanäle. Das Bildangebot ist teilweise so groß, dass viele Sender den Bildschirm teilen, um vier Perspektiven vorrückender Truppen gleichzeitig zeigen zu können.

Psychologische Kriegsführung, die mir bisher nur aus dem TV bekannt war.

Die 193. Sondereinheit der für den Luftraumschutz zuständigen Nationalgarde aus Pennsylvania betreibt eine Flotte von Informationsflugzeugen unter dem Namen „Commando Solo”. Von Bord können sie die Signale lokaler Fernseh- und Radiosender stören und eigene Programme einspeisen. Im Februar tauchte im irakischen Fernsehen kurz ein Bild auf, das Saddam und seine Baath-Parteigänger als böswillige Ratten zeigte. Der Urheber des Signals ist natürlich unbekannt, aber keiner zweifelt daran, dass die US-Einheiten technisch zu so etwas durchaus in der Lage wären.

Dresdens Verwaltung im Streit mit dem Dresden skatet e.V. um die Halfpipe am Robotrongelände.

Besonders frech findet Lässig, dass das Rathaus dem Verein für Absperrung und Beseitigung der Anlage auch noch 5 505,33 Euro in Rechnung stellte. „Wir haben das Geld nicht”, sagt sie. Für die Reperatur der Halfpipe wären nach Schätzung von Lässig maximal 1000 Euro nötig gewesen. Die zerlegte Anlage taugt jetzt nur noch für die Müllhalde. Eine neue kostet 27 500 Euro.

Die Menschen im Irak haben fast mehr Angst vor der Zeit nach dem Krieg.

Ein Gast glaubt nicht, dass der Kampf um Bagdad länger dauern wird. Aber er ist sich sicher, dass dann der Terror folgt. „In den letzten Tagen hat jeder Familienclan Listen erstellt, wer liquidiert werden wird. In diesem Land sind so viele Menschen verschwunden oder gequält worden. Alle, die was gemacht haben, müssen büßen.” […] Er spricht von Blutrache. „In diesem Land sind viele Rechnungen offen, glauben Sie mir.”

Ein Krieg trifft immer Unschuldige.

Oppositionskreise berichten auch über Pläne Saddams, in die Städte eindringende Invasionstruppen mit Kindersoldaten zu konfrontieren und damit zu demoralisieren. Nach Informationen des „Brookings Institutes” veranstaltet das Regime seit Mitte der 90er Jahre jährliche Trainingscamps, in denen tausende irakische Jungen ab zehn Jahren militärisch gedrillt und einer Gehirnwäsche unterzogen werden.

Aus der Zusammenfassung des Vortrages von Susan George, französische Attac Vizepräsidentin, im Rahmen der „Dresdner Reden”.

20 Prozent der Menschen kontrollieren laut George 80 Prozent der weltweiten Güter. Es gebe (bis auf Kanada und Dänemark) weltweit kein Land, in dem soziale Ungleichheiten in den letzten 20 Jahren kleiner geworden seien. Die 200 größten Firmen würden für ein Viertel der weltweiten Produktion sorgen, würden aber für soziale Belange nicht genügend verantwortlich gemacht und nicht genügend Arbeitsplätze schaffen. Die entstünden statt dessen bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen, während die Regeln auf dem internationalen Markt auf multinationale Konzerne zugeschnitten seien.