Kategorie: zitate
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Der OSZE-Beauftragte für die Medienfreiheit Freimut Duve über cross-ownership in der Medienlandschaft.
Wenn zum Beispiel eine Ölfirma wie Gasprom in Moskau sich mehr und mehr Printmedien aneignet und dann versucht, die Kritik am Fehlverhalten der Ölindustrie vor allem in den Regionen unterm Deckel zu halten. Da gibt es in Russland zum Teil grauenvolle Vergiftungen riesiger Landstriche, und um darüber den Mantel des Schweigens auszubreiten, steigen manche dieser Firmen ganz bewusst in die Medien ein. Aber eben nicht, um über bestimmte Themen zu berichten, sondern um thematische Schweigezonen zu erzeugen.
Der amerikanische Starkolumnist Dave Barry hat ein neues Buch veröffentlicht.
Die Voraussetzungen, unter denen ein Amerikaner in den Kongress gewählt wird, beschreibt Barry so: „Zunächst einmal können Sie gar nicht in den Kongress gewählt werden, denn in unserem politischen System wird praktisch nur derjenige in den Kongress gewählt, der einen Riesenbatzen Geld auftreibt, um seinen Wahlkampf zu finanzieren, und die einzige Möglichkeit, das hinzukriegen, besteht darin, dass man schon im Kongress sitzt.” Einzige Ausnahme: „Das amtierende Kongressmitglied, gegen das Sie antreten, wird nackt in einem Motelzimmer fotografiert, neben sich ein Shetlandpony, das nicht seine Frau ist.”
Der Präsident der Dachorganisation des deutschen Bauhandwerks (ZDB) äußert sich kritisch über die neuen Mindeslöhne in der Baubranche.
„Keines unserer Bauunternehmen hat auch nur eine annähernd reale Chance, diese mit dem Mindestlohn II verbundene Lohnerhöhung zu erwirtschaften”, sagt Präsident Baumann. „Diese Neuregelung ist unser Totengräber.” Die Baupreise würden um 7,5 Prozent steigen, was hiesigen Firmen den Zugang zum Markt verbaue - vor allem in den alten Bundesländern, wo West-Mindestlohn gezahlt werden müsse. Außerdem vergebe die öffentliche Hand nach dem „Billigst-Preis-Prinzip”. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten Sachsens Baubetriebe die Kosten weiter senken. „Das wiederum wird Entlassungen in Größenordnungen zur Folge haben”, so Baumann.
Erstaunlich viele Deutsche kennen ihren Kanzler nicht.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist bei einer Forsa-Umfrage zwar von 99 Prozent der Befragten auf einem Foto wiedererkannt worden. Aber fast die Hälfte wusste nicht, welches Amt der Regierungschef eigentlich inne hat, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel”. Was CDU-Chefin Angela Merkel macht, wussten sogar nur 32 Prozent.
Ein Artikel über den Streit, ob der Anschlag am 11. September 2001 durch bessere Absprachen der amerikanischen Geheimdienste verhinder hätte werden können, zitiert die New York Times.
Die Anschläge vom 11. September hätten möglicherweise vereitelt werden können, wenn die amerikanischen Geheimdienste ihr Wissen über die Aktivitäten von al-Qaida-Mitgliedern untereinander ausgetauscht hätten. Das ist die beunruhigendste Erkenntnis des Kongressberichts zu der Arbeit der Geheimdienste in den Jahren vor den Anschlägen.
Ein treffliches Zitat des Schauspielers Ulrich Mühe.
Ich hatte immer gedacht, wenn man im Westen eine Sache richtig gut macht, dann könne einen nichts aufhalten, dann werde man mit immer besseren Angeboten überschüttet. Aber das ist gar nicht so. Auch diese Gesellschaft ist letztlich nicht leistungsbereit. Auch hier hält man die besondere Begabung nicht aus. Die wird beschnitten und auf das Maß von Konsumierbarkeit zurechtgestutzt.
Ein Kommentar über die von Italiens Staatschef Berlusconi neu eingebrachten Gesetze.
Man stelle sich vor, Kanzler Schröder ließe noch schnell vor der Sommerpause ein Gesetz durchpauken, das aus „politischen Gründen” abgesagte Urlaube mit hohen Entschädigungen versüßt. Unvorstellbar?
Mag sein, in Italien aber würde so etwas derzeit unter ?eher belanglos? rangieren. Es ist - gelinde gesagt - ein ziemlich eigenwilliges Verständnis von Demokratie, von der Unabhängigkeit der Justiz und der Medien, das da zwischen Mailand und Palermo erblüht.
Überzeugten Demokraten dürften sich die Nackenhaare aufstellen angesichts der Art und Weise, mit der sich der italienische Premierminister Berlusconi Gesetze zum eigenen Nutzen zusammenbiegen lässt. Doch der Mann ist es einfach gewohnt, dass andere nach seiner Pfeife tanzen. Mit einem Wirtschaftsimperium im Wert von 7,8 Milliarden Dollar ist er nicht nur der reichste Mann des Landes, sondern praktischerweise auch noch erster Mann im Staate.
Der Tipp schlechthin, wie man trotz steigender Tabakpreise weiter sparsam Rauchen kann: Selber anbauen.
Hatten sich die Bauernjungs nach dem Krieg nicht etwas zu ihrem nicht vorhandenen Taschengeld dazu verdient, indem sie Tabak pflanzten und verkauften? Und erlaubt es das deutsche Steuerrecht nicht, für den Eigenbedarf so viel Tabak anzubauen, wie man nur will?
Eine Pflanze gibt 40 Gramm, also zwei Schachteln. Bei einer Schachtel pro Tag macht das rund 180 Pflanzen. Säen, pikieren, auspflanzen und die Blüten regelmäßig köpfen, damit die Inhaltsstoffe in die Blätter ziehen. Unkraut jäten und Gießen nicht vergessen. Dann die Blätter ernten und mindestens ein Jahr an Schnüren aufhängen und aufpassen, dass sie nicht vertrocknen oder verschimmeln. Oder nur sechs bis acht Wochen trocknen und dann fermentieren. Dazu einen Sud aus Wasser, Rotwein, Honig, Zucker, gedörrten Pflaumen, Rosinen, einigen Lorbeerblättern und Wachholderbeeren herstellen und die Tabakblätter damit besprühen. Trocknen lassen, fein schneiden und fertig.
Videoüberwachung öffentlichen Raumes ist rechtens.
Städte und Gemeinden können nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) Kriminalitätsbrennpunkte weiter per Videokamera überwachen. Die Überwachung verstoße nicht gegen das Grundgesetz, stellten die Richter in Mannheim klar. Erstmals befasste sich ein Obergericht mit dem Thema und wies in zweiter Instanz die Klage eines Rechtsanwalts ab, der gegen die Videokontrolle in der Innenstadt von Mannheim geklagt hatte. Zu Gunsten eines ‚überwiegenden Allgemeininteresses’ müsse der Einzelne Einschränkungen der Herrschaft über ‚seine’ Daten hinnehmen, urteilten die Richter
Der Dresdner SPD Nachwuchs setzt sich für die Legalisierung von Haschisch ein.
Etwa 100 vorwiegend junge Leute kamen am Samstagabend auf den Martin-Luther-Platz. Unter dem Motto „Dresden kifft„ hatten die Jusos der Stadt zu einer Kundgebung eingeladen. „Viele fanden es erstmal gut, dass wir eine solche Veranstaltung durchführen„, sagte Eckbert Müller, Vorsitzender der Jusos Dresden. Die Jungsozialisten wollten damit aufklären und über ihre Haltung zum Thema informieren. Die Jusos vertreten den Standpunkt, dass Cannabis nur mit klaren Auflagen legalisiert werden sollte. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum Cannabis kriminalisiert wird und zugleich für die nicht weniger gefährlichen Suchtmittel wie Alkohol und Zigaretten geworben werden darf„, so Müller.
