Kategorie: zitate
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Sachsen Ex-Regierungschef Kurt Biedenkopf ein Jahr nach seinem Abtritt.
„Ich war gestern mit meiner Frau beim Karstadt”, berichtet Biedenkopf („Ich gehe gerne mit einkaufen, ich interessiere mich für Preise”). Im Dresdener Kaufhaus habe ihn eine Frau angesprochen: „Schade, dass man Sie nicht mehr im Fernsehen sieht!” Stimmt nicht ganz. So sah man ihn etwa im Dritten Programm des Westdeutschen Rundfunks in einer Diskussionssendung sitzen – mit der abgehalfterten SPD-Spitze Oskar Lafontaine, was irgendwie ein trauriges Bild abgab. Biedenkopf wirkte auch seltsam entrückt von der Tagespolitik.
Mogelt sich Neun Live mit Hilfe des Besetztzeichens Geld in die Tasche?
In Verruf geraten ist auch der Fernsehsender Neun Live, der bei Gewinnspielen 0137er-Nummern einsetzt. Zuschauer berichten aber, dass bei der kostenpflichtigen Nummer von 49 Cent pro Anruf ständig das Besetztzeichen zu hören ist. Betroffene erhielten jedoch eine horrende Telefonrechnung. Darum ermittelt nun die Staatsanwaltschaft München seit Anfang April in dem Fall, berichtet „Der Spiegel”. Der Verdacht: Anrufer müssen auch für Gespräche zahlen, die gar nicht zu Stande gekommen sind. Bei Verbraucherschützern gingen zuletzt Dutzende von Beschwerden ein.
Finanzproblemen hat Hussein ganz problemlos vorgesorgt.
Kurz vor den ersten Bomben auf Bagdad hat der irakische Staatschef Saddam Hussein rund eine Milliarde Dollar Bargeld aus der Zentralbank wegschaffen lassen, wie die Zeitung „New York Times” berichtete. Das Geld – neun Millionen 100-Dollar-Scheine und 100 Millionen in Euro – sei am 18. März um 04.00 Uhr Ortszeit auf drei Lastwagen verladen und abtransportiert worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen irakischen Finanzbeamten. Die Summe entsprach etwa einem Viertel aller Devisen-Reserven in der Zentralbank – damit dürfte es sich um den größten Bankraube in der Geschichte handeln.
Schnelle Konsequenzen auf Straftaten könnten Abschreckung bringen.
Kurz nach dem Überfall auf einen Ausländer sind vier Brandenburger im Alter von 19 bis 22 Jahren im Schnellverfahren verurteilt worden. Sie sollen in der Nacht zum Sonntag in einem Zug zwischen Cottbus und Wittenberge den 42-jährigen in Berlin lebenden Ägypter geschlagen und getreten haben. Das Amtsgericht Neuruppin verurteilte sie gestern zu acht bis zehn Monaten Haft auf Bewährung. Das Urteil ist rechtskräftig.
Ein Virus hält die Region um Peking im Ausnahmezustand.
Die Stadtregierung hat von Fernreisen abgeraten, und man kommt – wenn überhaupt – ohnehin nur noch mit dem Flugzeug weg. Die meisten Dörfer rund um Peking haben sich eingeigelt. Mit Straßensperren halten sich die Bauern Besucher aus Peking vom Leibe. Die Hauptstadt ist Sars-Gebiet, und seine Bewohner sind außerhalb nicht erwünscht. Auf der Autobahn nach Shenyang haben Bauern gleich hinter der Pekinger Stadtgrenze einen zwei Meter breiten und eben so tiefen Graben ausgehoben, damit keiner weiter kommt. Chinesische Bekannte erzählen, dass anderswo Fahrzeuge mit Pekinger Nummern schwer demoliert wurden.
Die ehemaligen Trabant-Bauer in Zwickau suchen den Weg aus der Krise.
An einer Entwicklungshilfe ganz besonderer Art für Afrika tüfteln derzeit Mitarbeiter der insolventen Sachsenring Fahrzeugtechnik GmbH (SFG). Das „Afri-Car”, ein motorisiertes Arbeitstier, hat auf dem Papier eine große Ladefläche und eine starke Achse, die holprige Lehmwege und tiefe Schlaglöcher übersteht. Die Mischung aus Personenwagen, Traktor und Kleinlaster soll 3000 Euro kosten und maximal 80 Stundenkilometer fahren. Dafür käme man mit einer Tankfüllung jedoch 800 Kilometer weit, sagt Peter Mandos.
Der ‚Ratgeber heute’ hat Tipps für langsame Naschkatzen.
Die einen essen ihre Schoko-Osterhasen ruckzuck auf, bei den anderen landen sie neben den Nikoläusen, die noch vom Weihnachtsfest übrig sind. Keine Sorge, meinen die Lebensmittelexperten vom Tüv-Süddeutschland und der Technischen Universität München. Schokolade ist lange Zeit genießbar, selbst wenn sie mit zunehmendem Alter nicht mehr sehr appetitlich aussähe und grau-weiße Flecke bekomme. Dieser Belag entstehe insbesondere bei falscher Lagerung. Die weißen Flecken bestünden aus kristallisierter Kakaobutter.
Tag der Arbeit
Ein großer Dresdner Nazi-Treff konnte endlich geschlossen werden.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Wolfgang Langenbucher, Chef des Pieschener Polizeireviers, auf das Ende des „Thor”. Zum einen hofft er, dass nun in Übigau Schluss ist mit nächtlichen Polizeieinsätzen, der Kontrolle von verbotenen Skinhead-Konzerten, Übergriffen aus der links-autonomen Szene und der gleichen mehr. „Andererseits ist es mir lieber, ich weiß, wo jemand ist”, sagt Langenbucher: „Im ‚Thor’ hatten wir Ansprechpartner, die Stadt konnte Auflagen erteilen – das geht nun nicht mehr so einfach.” Die städtische Gewerbeaufsicht hatte ab November ein Auge auf das „Thor” geworfen. Im Gastraum durften sich nicht mehr als 50 Besucher gleichzeitig aufhalten. Hagendorf musste von da an am Eingang Karten ausgeben.
Kunstdiebe mit guten Absichten.
Drei Bilder von Vincent van Gogh, Pablo Picasso und Paul Gauguin, die aus einem Museum in Manchester gestohlen worden waren, sind gestern wiedergefunden worden. Nach einem anonymen Tipp entdeckte die Polizei die Werke hinter einer nicht mehr benutzten öffentlichen Toilette ganz in der Nähe der Whitworth Art Gallery, aus der sie in der Nacht zum Sonntag entwendet worden waren. Nach Angaben des Museums sind die Bilder durch Regen leicht beschädigt worden. An den Werken hatten der oder die Täter jeweils einen Zettel mit der Aufschrifft befestigt: „Wir haben nicht beabsichtigt, diese Gemälde zu stehlen, sondern wir wollten nur Missstände bei der Sicherheit des Museums offen legen.” Die Schätzungen zum Wert der Bilder bewegen sich zwischen 1,5 und sechs Millionen Euro.
