Peinliche Hobbies: Flugmeilen sammeln

Es sind Annehmlichkeiten, die für echte Vielflieger mit Termindruck nützlich sind und Hobby-Vielflieger auf ganz andere Art anziehen: Einer, so berichtet die Lufthansa, sei nahezu täglich gekommen. Er habe nur zu Mittag essen wollen. Weil man für den Zutritt zum Terminal aber ein gültiges Flugticket braucht, kaufte er stets eins, teuerster Tarif, trat den Flug jedoch nie an und gab seinen Flugschein schließlich kostenfrei zurück.

Hohes Fremdschäm-Potential im SpOn-Artikel „Der Weg ist das Ziel“.

Tim Renners Musik-Horoskop 2012

Tim Renners Musik-Horoskop 2012
Foto: Sächsische Zeitung, 10.01.2012

Die Charts, die den Streamingdiensten das Leben schwer machen, sind aber eigentlich dazu da, den Markt zu beleben. In der digitalen Welt behindern sie ihn, in dem sie alte, analoge Angebote unterstützen. Charts haben in Deutschland nämlich nichts mit Stückzahlen und Trends, sondern mit Wert zu tun. Da ein Song als CD Single aber das vier bis siebenfache eines Downloads kostet, wird er auch ebenso oft mehr gezählt. Die im Trend liegenden Streamings werden gar nicht erst für die Charts berücksichtigt. Verfügen tut das nicht die Bundesregierung, oder das Kartellamt, sondern die Musikindustrie selbst. Ihr eigner Verband schreibt die Regeln.

Den (fast) kompletten Artikel gibts bei motor.de

Bester Artikel über Graffiti ever

Narrenhände beschmieren Tisch und Wände. Im Alltag ist Graffiti keine Kunst, sondern eine Zumutung. Zwar ist ein Schaltkasten – das bevorzugte Objekt der Sprayer – an und für sich keine ästhetische Offenbarung, aber beschmiert wirkt er noch hässlicher. Zumal viele noch nicht einmal den so genannten Tag beherrschen, also den schwungvollen Namenszug, sondern einfach nur ihren Namen hinschreiben, Acab beispielsweise, einen türkischen Vornamen. Offensichtlich ist es einigen türkischen Jugendlichen ein Bedürfnis, nur ja die Vorurteile zu verstärken und Öl in das von Sarrazin entfachte Feuer zu gießen.

Aus „Das Sprühparadies in der Münchner Straße“ in der Nürnberger Zeitung. Und das sagt der Autor nachträglich dazu

Der nette Nachbar

Die Räume der Sozialen und politischen Bildungsvereinigung in Limbach-Oberfrohna sind immer wieder Opfer rechter Gewalt. Auf Hilfe durch die Stadt oder andere Unterstützen können sich die Vereinsmitglieder kaum verlassen. Eher im Gegenteil …

Einmal nagelte Thielicke abends ein Brett ins Fenster, weil die Glasscheibe zerstört worden war. Ein Anwohner zeigte Ruhestörung an. Nicht, weil ein Gewalttäter das Haus attackiert hatte, sondern weil Thielicke den Schaden behob.

aus „Spiel doch lieber Gameboy“ von Michael Kraske für die Sächsische zeitung

In der Nacht zum 13. November brannte der Club nach einem Brandanschlag fast vollständig aus. Mehr Infos und wie man helfen kann stehen hier.

The Roof Is on Fire

Gewußt wie! Schnee auf dem Dach? Keine Lust zum schieben? Dann hilft vielleicht dieser Tipp …

Mit einem Lagerfeuer im Erdgeschoss hat ein 38-Jähriger sein Einfamilienhaus in Bad Lausick in Brand gesetzt. Er wollte damit den Schnee auf dem Dach des Hauses schmelzen; das Gebäude befindet sich im Umbau. Nachbarn sahen die Flammen und alarmierten die Feuerwehr. Die „beendete den Unfug“, hieß es in ihrer Mitteilung. Die Höhe des Schadens muss noch ermittelt werden.

via SZ

50 Milliarden Dollar

Sascha Lobo erklärt, wie man sich 50 Milliarden Dollar vorstellen kann. Schon mit einer Milliarde klingts nach einen entspannten Leben …

Mit einer Milliarde Dollar könnte man ausgesprochen lustige Dinge tun. Man könnte sie zum Beispiel zu ca. zehn Prozent Zinsen p.a. anlegen. Anschliessend könnte man sich eine Zigarette selbst drehen aus einem Hundertdollarschein und sie rauchen, aber es wäre egal, denn während man fünf Minuten lang hundert Dollar raucht, hat man knapp tausend Dollar an Zinsen verdient. Neunhundert Dollar Gewinn beim Zigarettenrauchen, hier gehen Raucherträume in Erfüllung.

aus Facebook ist also 50 Milliarden Dollar wert

Der Guineawurm

Der Guineawurm

Ich glaube, das ist die entsetzlichste Krankheit, von der ich bisher gelesen habe …

Ein Krankenpfleger mit Gummihandschuhen massiert Ajaks mageren Unterschenkel. In der Mitte ist ein Loch, so groß wie ein Fingernagel. Aus diesem Loch schaut ein weißlicher Wurm. Er sieht aus wie eine gekochte Spaghettinudel. Der Guineawurm kann mehr als einen Meter lang werden. Er lebt in den Menschen, kriecht zwischen Muskeln und Knochen durch. Und irgendwann will er nach draußen.
Vor zwei Wochen ist eine Beule an Ajaks Bein gewachsen. Dann begann der Wurm herauszukriechen. Seitdem ziehen Pfleger jeden Morgen und jeden Abend ganz vorsichtig an dem Tier. Es sitzt im Gewebe fest, jedes Mal bewegt es sich nur ein paar Zentimeter weiter. Dann wickelt der Pfleger jenen Teil des Wurms, der herausschaut, um ein Stück Mullbinde, die er an Ajaks Bein festbandagiert. Und jedes Mal kann sie vor Schmerzen kaum atmen.

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Lobbyisten in nichtöffentlichen Bundestag-Sitzungen?

Lobbyvertreter von Wirtschaftunternehmen und Verbänden finden im Deutschen Bundestag offene Türen – auch zu Sitzungen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. So konnte das FDP-Mitglied Patrick Alfers, der als Lobbyist für die Lebensmittelbranche arbeitet, in diesem Jahr mindestens an drei internen Sitzungen des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilnehmen. Den Zugang verschaffte Alfers ein Mitarbeiter der FDP-Bundestagsfraktion. Der Lobbyist konnte so live miterleben, wie die Abgeordneten hinter verschlossen Türen über Verschärfungen des Lebensmittelrechts debattierten, zum Beispiel das weitgehende Verbot, bestimmte Nahrungsmittel als gesundheitsfördernd zu bewerben. Erst auf der Ausschusssitzung am vorigen Mittwoch ist der stille Gast aufgefallen.

via Spiegel

GEZ – Wir finden alle

Aus der Reihe „Methoden der GEZ“:

Fast in letzter Minute verhindert wurde die Fortführung eine öffentlich weitgehend unbekannten GEZ-Praxis des Datenabgleichs. Die GEZ durfte demnach bei Adressenhändlern Daten ankaufen, um Schwarzseher aufzuspüren. Beispielsweise wurden Adressdaten von Fernsehzeitschriften-Abonnenten erworben und mit den GEZ-Gebührenzahlern verglichen. Wer nicht auftauchte, bekam Besuch.

via SZ

Die Fragen des Internets

Ein Mann, ein Wurf …

Zunächst wollte ich in einem großen Wurf die Fragen des Internets auf einmal regeln.

Aus einer Antwort von Thomas de Maizière (CDU) im Interview mit der Sächsischen Zeitung. Inzwischen ist er immerhin „zu der Überzeugung gekommen, dass das so nicht geht.“
via SZ