fuckparade 2001

sag bitte jemand, dass das jetzt nicht wahr. die fuckparade ist seit heute erneut nicht als „versammlungen im sinne des versammlungsgesetzes“ zugelassen – im klartext also verboten – und wird am sonnabend nicht in gewohnter art und weise stattfinden können. begründung des bundesverfassungsgericht: die fuckparade habe den „charakter einer rein unterhaltenden öffentlichen massenparty“ und das „element der meinungskundgabe“ trete dabei „völlig in den hintergrund“. was mal wieder zeigt, dass man in diesem land nicht wirklich frei die meinung äußern darf. demo mit musik = suspekt. na huja.

klein beigeben is´ aber nicht. stattdessen wurde eine neue demonstration angemeldet: „für die demonstrationsfreiheit, für eine freie wahl der mittel einer demonstration.“ – 14 uhr ab frankfurter tor. zwar ohne lkws, aber mit unterstützung von radio fritz, das zw. 14 und 20 uhr seine frequenzen für die fuckparade artists zur verfügung stellt. das heisst also, wer sein auf fritz eingestellten ghettoblaster mitbringt, trägt einen wichtigen teil mit zum ´zivilen ungehorsam´ bei. und das ist in diesem fall wohl angebracht.

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