Illegale Preisabsprachen in der Müllbranche aufgedeckt.

300 Beamte haben gestern bundesweit die Geschäftsräume von mehr als 140 Müllentsorgern durchsucht, teilte die Kartellbehörde mit. In Sachsen waren 70 Beamte an der Aktion beteiligt, die sich auf den Raum Chemnitz und Dresden konzentrierte. Sie durchsuchten 15 Firmen, sagte Lothar Hofner, Sprecher des Landeskriminalamtes.
Nach Angaben der Kartellbehörde ist der Verdacht ordnungswidriger Preisabsprachen aufgetaucht, weil das Ergebnis der jüngsten öffentlichen Ausschreibung von Leistungsverträgen des Dualen Systems Deutschland (DSD) nicht dem entsprochen habe, was unter Wettbewerbsbedingungen zu erwarten gewesen wäre. In rund der Hälfte der Vertragsgebiete sei lediglich ein Angebot abgegeben worden, obwohl auch andere Unternehmen durchaus dazu in der Lage gewesen wären. In diesen Gebieten hätten die angebotenen Preise um rund 70 Prozent über den durchschnittlichen Billigpreisen in anderen Regionen gelegen.

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