Der Dresdner Ausländerrat weist auf Verbesserungsmöglichkeiten hin, die gleichtzeitig Sparen helfen würden.

„Es wäre besser, wenn die Menschen anstatt in Heimen in Wohnungen leben könnten”, sagte Mamedow, der das Gremium aus elf gewählten Ausländern und neun Stadträten leitet.
Der Vorsitzende zählt mehrere Vorteile auf, die die Betroffenen aus seiner Sicht davon hätten. „Die Menschen würden besser in die Stadt integriert”, meint der gebürtige Aserbaidschaner. Vor allem für Familien wäre eine Wohnung besser als ein Heimplatz. In den von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen bewohnten Heimen herrschten zudem teils problematische Zustände. Mamedow: „Davon kann man krank werden.”
Doch der Vorsitzende des Ausländerbeirates, der das Rathaus beraten soll, begründet seine Haltung auch mit finanziellen Argumenten. Aus Landesmitteln reicht die Stadt im Monat 180 Euro pro Bett an die privaten Heimbetreiber weiter. Für eine vierköpfige Familie sind das 780 Euro monatlich. „Eine Wohnung ist in Dresden zwischen 400 und 500 Euro zu mieten”, sagt Mamedow. Die öffentliche Hand würde also Kosten sparen.

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