In der Gläsernen Fabrik sollen Autobau und Konzert zusammengebracht werden.

Marketing-Chef Christian Claussen wird nicht müde, den Künstlern die Architektur der Glasfabrik zu erklären. Er zeigt auf die Fertigung, sagt, dass dort alle Handgriffe geplant seien und die Formen deshalb rechteckig, kantig, digital. Auf der anderen Seite des Raumes steht eine Kugel, die einen Durchmesser von zwölf Metern hat und begehbar ist. Sie symbolisiere das Menschliche, Runde, Analoge. Und er sagt auch, dass sich das Gebläse während des Konzertes nicht abschalten lässt. Das Grundrauschen bleibt also, „sonst fällt alles zusammen„.
Außer der Suche nach Inspiration sind es vor allem die Rahmenbedingungen der Aufführung, die die jungen Komponisten an diesem Wochenende umtreibt. Die Produktion läuft weiter, erfahren sie, die Männer in weißen Schutzanzügen laufen trotz Musik hinter den Glasscheiben hin und her und tun hinter dem Rücken des Publikums das, was Autobauer „Hochzeit” nennen: Sie montieren Achsen und Unterboden an die Phaeton-Karosserie. Deshalb surren auch die Fahrstühle weiter, während das Orchester spielt.

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