Letztes Jahr zuviel Wasser, nun zu wenig.

Sorgenvoll blickt Michael Lohnherr zum Himmel. Der Chef der Sächsischen Dampfschiffahrt hofft, dass es bald kräftig regnet ? möglichst in Tschechien. „Uns fehlen mindestens 13 Zentimeter Wasserstand”, sagt er. Damit ist unklar, ob die große Dampferparade am Sonnabend starten kann. Für sie sind bereits alle elf Schiffe ausverkauft. Doch bei dem niedrigen Wasserstand können nur noch die Dampfer „Diesbar”, „Krippen”, „Pirna” und „Rathen” sicher fahren. Das ist für eine Parade zu wenig.
Lohnherr hat sogar versucht, in Usti (Aussig) eine Welle zu kaufen. Dort wird das Wasser für drei Stromturbinen gestaut. Zahlt man einen Ausgleich für die Stromgewinnung ? etwa 10 000 Euro ? lassen die Tschechen das Wasser auch direkt in die Elbe fließen. Nach etwa 24 Stunden wäre die Welle in Dresden und würde für zwei bis vier Stunden den Wasserstand um etwa 20 Zentimeter erhöhen.

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